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Obwohl meine Zeit zu meinem Bedauern leider begrenzt ist auf nur 24 Stunden pro Tag, zweige ich hin und wieder ein paar Minuten ab, um Ihnen einige Fundstücke meiner Touren zu präsentieren. Wenn meine Kamera unter dem Arm leise kichert oder juchzt, halte ich an, um ein Foto für Sie, mich und die Ewigkeit festzuhalten :-).
 v.l.n.r.: Quad mit Gartenzwerg - doppelte Stadtschönheit - schiefer Turm von Schotten
Wie Sie als meine treuen Leser sicher wissen, bin ich gerade im Raum SCHOTTEN unterwegs für meinen zweiten Reiseführer. Sein Titel "... und die Bergdörfer" hat schon einige Fragen aufgeworfen. Es mangelt unserem alten Vulkan an den typischen Steilwänden und Klippen. Doch um als Mittelgebirge zu gelten, muss der Vogelsberg lediglich eine durchschnittliche, nicht festgelegte Mindesthöhe aufweisen und sollte nicht mehr als 1500 m hoch sein. Ab dieser Grenze gelten die Berge als Hochgebirge. Davon haben wir in Deutschland nur eins: die Alpen. Von den Mittelgebirgen ist der Schwarzwald mit dem Feldberg (1493 m) das höchste, dicht gefolgt vom Bayerischen Wald (Großer Arber 1456 m). Das Erzgebirge, der Harz, das Fichtelgebirge, der Oberpfälzer Wald, die Schwäbische Alb und der Thüringer Wald liegen noch vor der Rhön (Wasserkuppe 950 m) und dem Taunus (Großer Feldberg 879 m).
Der Vogelsberg mit dem Taufstein (773 m) kommt erst nach sieben weiteren, höheren Mittelgebirgen, die uns wahrscheinlich ebenso wenig geläufig sind wie den Bewohnern dort unser Bergland: Thüringer Schiefergebirge, Rothaargebirge, Linzgau, Elstergebirge, Hunsruck, Frankenwald und das Zittauer Gebirge mit dem Lausche 793 m.
Nach uns in der Liste sind noch über 30 Gebirge aufgeführt. Das niedrigste mit den 181 Höhenmetern des "Scharfen Berges" am Sternwerder Berg (auch Stemmer Berge) bringt mich ob seiner Winzigkeit zum Grübeln. Es ist ca 7 Kilometer lang und maximal nur 3 Kilometer breit. Aber wie alles im Leben ist es vielleicht die Relation, die es "groß" macht. Man findet es in der Norddeutschen Tiefebene, die nicht umsonst in NIEDERsachsen liegt *g*.
Eins der etwas höheren ist das Wesergebirge (340 m), das wir in meiner Jugend einfach Weserbergland nannten, als wir dort Ferien machten. Ich kann mich erinnern, dass wir von Hamburg kommend tatsächlich auf Berge zufuhren. Aber das mußte bei dem ewig weiten Flachland dort oben niemanden verwundern.
Wer in der Hansestadt Hamburg Downhill-Erlebnisse haben möchte, begibt sich in die Harburger Berge, heute mit Naturpark, südlich von Hamburg, keine 20 Kilometer von der Innenstadt entfernt - um die 100 Meter hoch und doch von Weitem gut sichtbar.
Eine immense "Höhe" von 10 - 11 Metern hat eine der Dünen auf der Nordseeinsel Spiekeroog. Sie war als Aussichtspunkt markiert, als ich vor einigen Jahren dort war. Man konnte von oben über die ganze Insel hinwegschauen - vom Meer bis zum Festland. Doch: diese Erhebung wird sicher niemand mehr als Gebirge bezeichnen wollen, auch wenn sie sich deutlich von ihrer Umgebung abhebt... |