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Seite 1 von 2 Zu ihrer ersten Benefiz-Gala begrüßte die Grebenhainer Kinderhilfe am Abend des 14. März 2009 insgesamt 120 Gäste. Für 44 Euro pro Person waren viele Menschen bereit mitzuhelfen, sozial benachteiligte Kinder in der Großgemeinde anderen Kindern gleich zu stellen und ihnen ein geregeltes Mittagessen, warme Kleidung und andere nötige Maßnahmen zu ermöglichen.

In der Bermuthshainer Kulturscheune "Zum Wilden Mann" konnte man sich einen ganzen Abend lang bestens unterhalten lassen, ein köstlich zubereitetes Viergang-Menü war inklusive. Nach der Suppe begann das Programm. Sechs Stunden lang traten engagierte Künstler auf, die zugunsten der Kinderhilfe auf ihre Gage verzichteten. 
Gerold Beckmann aus Ilbeshausen, ehemaliger Sparkassendirektor und heute Vorsitzender der Vogelsberger Sektion der Deutschen Vulkanologischen Gesellschaft, moderierte bis zum frühen Sonntagmorgen - launig und mit einer Menge Insiderwissen: "Die Scheune ist voll. Das hat vor dem Umbau hier früher auch schon den Landwirt gefreut."

Den evangelischen Pfarrer von Crainfeld, Sascha Heiligenthal, hatte man um ein ökumenisches Grußwort gebeten. Er gab schmunzelnd zu, dass ihm - außer "Hallo" - keins eingefallen war. Danach rezitierte er ein Gedicht von einem Schwarzen Ritter, an dem das Allerschwärzeste sein trefflicher Humor war. Zum Schluss erbat er sich Applaus, da Pfarrer ja sonst selten welchen bekämen ;-).

Werner Boß, der als 1. Beigeordneter des Gemeindevorstandes den Bürgermeister auf der Gala vertrat, ging bei seinem Grußwort davon aus, dass Herr Dickert heute Abend viel versäume. Er, der selbst 99,9 % der Anwesenden persönlich kenne, ist stolz auf Doris Franke und Walter Klemm, die die Kinderhilfe vor etwas mehr als einem Jahr ins Leben gerufen haben. Zur Kinderarmut meinte er: "So darf es nicht sein!" und wünschte dem Verein für die Zukunft alles Gute.

Als erste Attraktion tanzte sich die "Krümelbande" ins Herz der Zuschauer. Das Kinderballett der Spielvereinigung Hartmannshain/Herchenhain 19567 e. V. brachte ein knappes Dutzend Sechs- bis Achtjährige auf die Bühne. Sie zeigten eine wirbelnde Formation - strahlend, glitzernd und herrlich bunt - und wirklich gekonnt zu einem Medley von Bony M.

Der Überraschungs- und Ehrengast entpuppte sich als Botschafterin "FIFA Frauen-WM Deutschland 2011", Sandra Minnert aus dem Vogelsberg. Die zweifache Weltmeisterin und vierfache Europameisterin, die 1973 in Gedern geboren wurde, spielte bis vor kurzem aktiv Fußball. Zu ihrer Laufbahn interviewte Gerold Beckmann sie ausführlich. Sie begann als Jugendliche noch in einer Jungenmannschaft und hat nach eigenen Aussagen "bis 2004 alles erreicht - bis auf die Goldmedaille". Und trotzdem ist sie Heimat verbunden und sympathisch geblieben. Schließlich bot sie der Kinderhilfe eins ihrer Trikots zum Versteigern an, was mit begeistertem Applaus aufgenommen wurde.
 Schönheitschirurg: "Ist der Po älter als das Gesicht, stimmt was nicht."
Aus Künzell kam das Kabarett "Mückenstich", das auch einen Bezug zum Vogelsberg hat: Sonja Repp, die "Elke" in der letzten Nummer, kommt aus Gunzenau und arbeitet als Pfarrgemeindesekretärin und im Konzertbüro der Nieder-Mooser Orgelkonzerte. Mit einem "Arztbesuch (Foto) begann der amüsante Ausschnitt des aktuellen Programms.
 Links: Feier im Gedenken an Friedrich Wilhelm - Rechts: Oma als Langzeitpassagier auf der AIDA
In menschliche Abgründe schaute man bei der überwiegend heiteren nächsten Nummer zum 40. Hochzeitstag einer mehrfachen Witwe. Und Oma hatte sich ausgerechnet, dass ein Tag auf einem Vergnügungsdampfer weniger kostet als im Altersheim: "Den Rest kann man verprassen!"

Bei der Sendung "Menschen vor dem Abgrund. Wir helfen weiter" konnte man den Psychologen - oder war es ein Pathologe? - Dr. Wucher-Sorgenfrei (links im Bild) kennen lernen, der zu brisanten Themen vom Moderator (Bildmitte) befragt wurde, während Elke (rechts) eigentlich nur auf der Suche nach ihrer Schwester war. Wer nicht genug bekommen konnte vom Mückenstich Programm "Is(s) was!?", kann die Truppe bei einem Gastspiel im November im Wilden Mann wieder treffen. Zum Weiterlesen - bitte umblättern...
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