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Liebe Vogelsberger Wetterfans,
wie versprochen, melde ich mich als Wetterman noch mal, denn der Frühling naht nun. Eigentlich ist den neuesten Vorhersagen der Meteorologen nichts hinzu zufügen. Sogar Inge Niedeck hat erste Anzeichen einer vorfrühlingshaften Erwärmung zu Anfang des Märzen verspürt. So bedanke ich mich bei all denen, die meine oft etwas ungewöhnlichen Vorhersagen des diesjährigen Vogelsberger Winters seit Anfang Dezember verfolgt haben. Es waren immerhin mehr als 600 Leser! Nicht immer waren die Meteorologen mit meinen Vorhersagen sofort einer Meinung und mancher Leser hat sich wohl darüber gewundert. Doch hinsichtlich des ersten, seit mehr als 15 Jahren wieder echten Vogelsbergwinters, haben wir im Prinzip ganz gut zusammengearbeitet. Vielen Dank für die Geduld! Meine jetzigen Beobachtungen zum Frühling decken sich in etwa mit den professionell getätigten Vorhersagen. Als untrügliches Zeichen für den beginnenden Frühling ist die Rückkehr des Grauen Kranichs zu vermerken. Der Rückflug, der hierzulande als „Schneegänse“ bekannten großen Zugvögel, begann schon am Faschingswochenende. Mehrere Züge der Vögel ließen sich am Rosenmontag und Faschingsdienstag beobachten. Sie kündigten sich durch lautes Schreien und Geschnatter an, mit dem sie sich auf den langen Flügen verständigen, und verschwanden dann schnell am östlichen Horizont. Ihre innere Uhr hat ihnen signalisiert, dass es Zeit sei, sich „auf die Socken“ in die Brutgebiete Ost- und Nordeuropas zu machen, und ihr Winterdomizil im Süden Spaniens zu verlassen.
 Schottensee: Niddatalsperre im Morgenlicht
Auch der neuerliche Mondwechsel von absteigender in aufsteigende Kraft, vor dem Neumond am Aschermittwoch, hilft mit, dass sich die Großwetterlage umstellt. So verlagert sich die Drift, die Bahn auf der unsere Tiefdruckgebiete ziehen, wieder nach Norden. Damit gerät auch unser Bird´s Mountain zunehmend in südwestliche Strömungen, die die über dem westlichen Mittelmeer lagernden warmen Lüfte anzapfen: „Also o´zapft wird der Frühling!“
 Ringstraße Hoher Vogelsberg: Im Wald türmt sich noch der Schnee. Sie müssen nicht denken, liebe Leser, ich würde nun den Meteorologen das Zepter über das Vogelsbergwetter wieder alleine überlassen. Nein, meine Beobachtungen führe ich weiter. Doch mit Einbruch des Frühlings vermehren sich meine Outdooraktivitäten und die Zeit fürs Ausarbeiten exakter Wetterprognosen wird geringer. Doch keine Angst, ich werde eingreifen, wenn bei den „Kachelmännern und -frauen“ das Vogelsbergwetter schief laufen sollte! Bis dahin, wünscht Ihnen bald viele Frühlingsgefühle, Ihr Wetterman Bernd Schröder aus Eichelsachsen
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Vielen Dank, lieber Bernd, da ich auf jeden Fall an Deine Prognosen glaube, habe ich heute bei meiner Fahrt durch den Hohen Vogelsberg nach den letzten Winter-Anzeichen Ausschau gehalten und "dekoriere" nun Deinen Brief an das Leservölkchen mit entsprechenden, ganz authentischen Bildern.
Übrigens: Es war immer noch ziemlich kalt oben, doch die ersten Schmelzwasser rinnen bereits abwärts. Wie man sieht, weint der Winter im Oberwald Abschiedstränen (bm ;-). |