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Mit der Umsetzung des neuen Leitthemas "Vulkanismus und Leben" bieten sich dem Reisegebiet Vogelsberg demnächst gute Chancen auf touristischen Märkten. Die Voraussetzung dafür wird eine konsequente inhaltliche und räumliche Vernetzung aller bisherigen und neu zu erschließenden Angebote sein. Das ergab die zweite Zwischenpräsentation zum "Entwicklungskonzept Vulkan Vogelsberg", die am 11. Mai 2009 im Bürgerhaus Ortenberg stattfand.
 Von links: Gerold Beckmann (Deutsche Vulkanologische Gesellschaft), Bürgermeisterin Susanne Schaab-Madeisky (Schotten), Bürgermeisterin Ulrike Pfeiffer-Pantring (Ortenberg), Diplom-Geologin Sylvia Reyer und Professor Dr. Harald Kunze
Die Sprecherin des Lenkungsausschusses, Schottens Bürgermeisterin Susanne Schaab-Madeisky, warb in der anschließenden Diskussion für "regionales Denken, damit wir erfolgreich sein können". Die Bürgermeister Bernhard Ziegler (Herbstein), Heiko Stock (Lautertal) und Ulrike Pfeiffer-Pantring (Ortenberg) sowie Gerold Beckmann, Leiter der Sektion Vogelsberg in der Deutschen Vulkanologischen Gesellschaft, unterstützen die Schottener Rathauschefin in diesem Ansatz ausdrücklich.
Schaab-Madeisky betonte, dass bereits während der Erstellung des Konzeptes Bewegung in die Region gekommen sei: "Bürger aus allen Teilen des Vogelsbergkreises, aus der Wetterau und den östlichen Teilen des Landkreises Gießen rufen bei uns oder beim Projektteam an, sagen ihre Meinung und unterbreiten Vorschläge. Damit hat die Umsetzung des Konzeptes eigentlich schon begonnen."

Die Geologin Sylvia Reyer von der beauftragten Arbeitsgemeinschaft der Büros ABRAXAS & e.t.a. aus Thüringen stellte einige der 20 repräsentativen geotouristischen Attraktionspunkte vor, die aus ca. 80 besichtigten Objekten ausgewählt wurden. Sie verteilen sich über die gesamte Region - von Grebenhain und dem Oberwald im Hohen Vogelsberg bis nach Lich, sowie von Brauerschwend bis hin zum Keltengrab in der Wetterau.
Vulkaneum als "Spinne im Netz" Für das Konzept ist es in erster Linie wichtig, Angebote für eine breite Zielgruppe zu entwickeln. "Das Ziel ist natürlich, dass im Wirtschaftssektor Tourismus mehr Geld verdient werden kann", hob Regionalplaner Professor Dr. Harald Kunze hervor.
Als Projektleiter referierte Kunze erste Überlegungen für das geplante Vulkaneum, das ein überregional bedeutsames Informations- und Erlebniszentrum werden soll - gewissermaßen die "Spinne im Netz" aller neuen Angebote zum Thema "Vulkanismus und Leben". Die Besucher sollen dort nicht nur zwei oder drei Stunden verbringen und dann wieder nach Hause fahren, sondern Information mit Erlebnis verbinden und Anregungen bekommen, in der Region das neu Erfahrene - beispielsweise in einem Geotop - zu vertiefen.

Die gegenwärtig von der Sektion Vogelsberg der Deutschen Vulkanologischen Gesellschaft (DVG) vorangetriebene Weiterführung der Deutschen Vulkanstraße durch den Vogelsberg wird vom Planungsteam aktiv unterstützt. Dies sei - bildlich gesprochen - eine Achse, an der man viele andere touristische Angebote "aufhängen" könne. Professor Kunze warb auch dafür, die Chancen für einen Geopark auszuloten. Zum Schluss zeigte sich Susanne Schaab-Madeisky zufrieden mit dem bisher erreichten Arbeitsstand und lud die Teilnehmer zur öffentlichen Abschlusspräsentation des Entwicklungskonzeptes - im August oder September 2009 wahrscheinlich in Schotten - ein.
Text + Gruppenfoto: Pressestelle Vogelsbergkreis, 12. Mai 2009 Präsentationsfolien: ABRAXAS & e.t.a. |