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Wildwochen starteten am Freitag, 30. Oktober 2009, in Udenhain als Gemeinschaftsaktion des Tourismusreferates im Main-Kinzig-Kreises, 13 Gastronomen sowie den Forstämtern Schlüchtern, Wolfgang und Burgjoß
 Route 66: Es ging diesmal bergauf nach Udenhain - Von links: Bernd Croonenbroede, Burkhard Kornherr neben Michael Höhn, dem Besitzer des Gasthauses „Zum Bäcker", Karlheinz Dzony, der Köchin im Gasthaus und Uwe Jansen
Vogelsberg - Brachttal. Zu Beginn des Abends stimmte Tourismusreferent Burkhard Kornherr rund 30 Gäste der Eröffnungsveranstaltung im Gasthaus „Zum Bäcker" mit einer Rede ein. Die Aktion „Wilde Zeiten" solle bei der Vermarktung heimischer Produkte ein weiterer Meilenstein werden. Unter der vom Tourismusreferat kreierten Dachmarke „Route 66 – Schlemmen und die Natur genießen" wird dabei seit zwei Jahren das Wildbret - neben Fischwochen, der Spargel- und der Apfel-Gala - als herausragendes und qualitativ hochwertiges Produkt in der Region schmackhaft gemacht. Die angeschlossenen Gastronomiebetriebe servieren in dieser Zeit ihren Gästen Qualitätsmenüs mit Hirsch, Reh, Wildschwein oder Hase. „Wer den Weg des Wildbratens vom heimischen Jagdrevier bis in den Kochtopf nachvollziehen kann und die Gewissheit hat, ein einwandfreies Nahrungsmittels zu bekommen, scheut sich nicht, Wild aus dem Spessart oder dem Vogelsberg - und nicht aus Neuseeland oder aus Australien - zu kaufen", meinte Kornherr.
Ein Kompliment für die Wildwochen-Aktion, die an diesem Abend in Udenhain zwischen Vogelsberg, Kinzigtal und Spessart eröffnet wurde, sprach der Vorsitzende der Brachttaler Gemeindevertretung, Lutz Heer, aus: „Wilde Zeiten passt auch gut zu Brachttal." Gerade das Schwarzwild ist hier ein Problem. Mit Jagdsignalen wie „Hase ist tot" baten anschließend die Jagdhornbläser Bernd Croonebroede und Uwe Jansen die Gäste zu Tisch.
Michael Höhn vom Gasthaus „Zum Bäcker" hatte mit seinem Küchenteam für die Hubertustafel ein festliches Menü zubereitet. In vier Gängen wurden hausgemachte Nudeltaschen mit Hasenpfeffer, Essenz von der Wildente, Reh- und Wildschweinbraten auf Wurzelgemüse und Wildpflaume mit Zimtparfait als Dessert serviert.
Die Gäste, unter ihnen der stellvertretende Kreistagsvorsitzende Karlheinz Dzony und der Kreistagsabgeordnete Carsten Kauck, erfuhren beim Auftragen der einzelnen Speisen einiges über ihre Zubereitung. Höhn versicherte, dass sämtliches Wild, das auf den Tisch kam, mit Ausnahme der Wildente, aus heimischen Wäldern stammte.
Zwischen den einzelnen Gängen erzählten der Udenhainer Jagdpächter Bernd Croonenbroede und Erich Bös aus Katholisch-Willenroth Wissenswertes über die Lebensgewohnheiten der heimischen Wildtiere. So war zu erfahren, dass der Hase relativ selten geworden ist und das Schwarzwild überhand nimmt, weil unter anderem in unserer Gegend immer mehr Mais angebaut wird.
Neben einem vorzüglichen Essen bekamen die Gäste auch unterhaltsame Überraschungen serviert. Zweimal trat die sechsköpfige Gruppe „Alemundo" aus Freigericht-Altenmittlau auf, die erstklassigen A-Cappella-Gesang im Stil der „Comedian Harmonists" bot. Der Theaterverein „Theater aller Art" Fulda/ Eichenzell trug höchst amüsante und turbulente Stücke und Sketche vor, die interessiert verfolgt wurden.
Nach dem Menü hatte am Ende Karlheinz Dzony das Wort. Er dankte dem Küchenteam und überreichte im Namen der Kreisgremien Wellness-Gutscheine für die Totes-Meer-Salzgrotte in der Therme Bad Soden-Salmünster.
Quelle Text: Frank Schäfer, Fotos (bm)
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