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Marketing at it's Best: In einem Reader's Digest aus dem Dezember 1959 (Nr. 12 für 1 Mark ;-) empfiehlt eine gewisse Angelika der geneigten Leserschar verschiedene Produkte, die sich als Weihnachtsgeschenk eignen sollen. Einkaufscenter und Werbefernsehen existierten vor 50 Jahren bei uns noch nicht - geschweige denn kannte man Online-Shops im Internet. Doch die Amerikaner hatten bereits damals den Bogen raus, Produkte effektiv anzupreisen. 
Da hatte Werbung nicht nur einen Namen, sondern auch ein überzeugendes Gesicht. Vor einem halben Jahrhundert galt "Persönlichkeit" noch als wertvolles Gut. Auf dem Foto in der Mitte sieht man, dass Angelika, die junge Dame - Schwiegermutter-tauglich und ausgehfein wie meine Mutti gestylt - ganz diesem Trend der Nachkriegszeit entsprach. Wer wollte ihr da nicht seinen vollen Glauben schenken?

Angelika war anscheinend mit einen guten Allgemeinwissen gesegnet und dazu noch eine blendende Hausfrau. Sehr leicht zu erkennen war, sie wusste was man(n) braucht und welche Vorlieben ER hat. Und wie charmant sie zu lächeln wusste - jahrelang immer auf den gleichen Doppelseiten im Monatsheft "DasBeste aus Reader's Digest".
Der Konzern Reader's Digest, 1922 im Staat New York in den USA gegründet, spricht - nach eigenen Aussagen - heute noch "weltweit Kunden an, um zu unterhalten, bilden und das Leben angenehmer zu machen". Dazu empfiehlt er weiterhin neben seinen eigenen klassischen Verlagsprodukten auch die "Produkte ausgewählter Partner".
Das Unternehmen nutzt selbstverständlich die neuen Medien ganz aktiv. Auf www.readersdigest.de werden Kunden zum Online-Kauf in den Reader's Digest Shop eingeladen. (Achtung, der spricht!) Das Monatsmagazin gibt es noch - unter der Rubik Zeitschriften, die Einzelausgabe für 3,70 Euro. Ein 12-Monatsabonnement (als Geschenk an mich ;-) kostet 39,90 Euro.
Nebenbei wird man auf der bescheiden "Homepage" genannten Site wie früher herrlich mit Artikeln, Ratgeber-Tipps, Kochrezepten, Spielen und Witzen unterhalten, gewohnt gediegen und mit dem Anspruch, die grauen Zellen fröhlich + allwissend in Gang zu halten: www.rd-exklusiv.de/spiel <-KLICK

Und hier sehen Sie den Grund meiner "Schwatzerei" zum Jahreswechsel. 1955 bekam die Deutsche Lufthansa nach Ende des Zweiten Weltkrieges wieder die Erlaubnis zur Verkehrsfliegerei und zog 1959 mit Sack und Pack (Personal plus Propellermaschinen ;-) von Hamburg nach Frankfurt. Lesen Sie dazu mal den Absatz oben.
"Knotenpunkt des Düsenverkehrs" - Im Düsenwartungszentrum konnten sechs Maschinen gleichzeitig parken = WOW, was ist in 50 Jahren daraus geworden. Der damalige Minister hat mit seinem Weitblick Recht behalten: dieser Flughafen ist einer sprunghaften Verkehrsentwicklung wahrlich mehr als gerecht geworden! |