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Am letzten Februarwochenende 2010 habe ich es geschafft, mein Frauchen und Herrchen für einige Tage in Urlaub zu schicken. So konnte ich endlich einmal meiner eigenen Spürnase nachgehen. Das Dumme daran: ich musste jemanden an einer Leine hinter mir herschleppen. Sie wissen schon: eine Anstandsdame... *grrr* 
Einen Vorteil hatte die gemeinsame Exkursion mit der Zweibeinerin. Sie besitzt ein Auto, so musste ich nicht die ganze Strecke laufen - oder etwa schwimmen. Durch die Schneeschmelze ist das Kinzigtal nämlich gerade voll Wasser gelaufen.

Wir fuhren von Wächtersbach hinauf über die Spielberger Platte nach Bracht - Kirchbracht... oder Burgbracht. Wie auch immer: sogar auf den Höhen, entlang der Bracht war ganz schön "Land unter" und alles göttlich matschig...

Beim Blick in den Vogelsberg bemerkt man an manchen Stellen Windmühlen - so weit das Auge reicht. Die machten sogar gegen den Wind Krach, hund hört sie brummen. Auf der anderen Seite ist die schöne Seenlandschaft (rechts) vergänglich, sie ist leider bald wieder versickert.

Überall, wo die Sonne noch nicht lange genug hingekommen war, fanden wir wundervolle meterhohe Schneehaufen.

Klar, eigentlich war ich nur auf den letzten Schnee dieses Winters aus. Da meine Begleiterin zwei Reiseführer über den Hohen Vogelsberg verfasst hat, konnte sie mir eine echt tolle Ecke zeigen: den einsamen Ernstberg - fast unbeschildert und absolut niemand dort!

Natur pur: WAU! Ganz still ist es da oben und ein toller Ausblick nach allen Seiten!

Ein bisschen unheimlich wirkten die umgestürzten Baumriesen, die hier seit Jahren liegen. Im Hintergrund sieht man den Fernmeldeturm auf dem Hoherodskopf. Der ist auch ohne Brille bestens zu erkennen - für mich jedenfalls. Der Schnee am Hang war noch kniehoch. Ich kam recht gut darüber hinweg, aber sie (bm) bekam nasse Socken. (Ihr Problem, ich hab keine!)

Fliegen müsste hund können... Wenn man seine Gucker ein wenig zukneift, kann man Richtung Westen hinter dem hellen Geglitzer sogar die Hochhäuser von Frankfurt sehen.

Im Sommer grast hier das Rote Vogelsberger Höhenrind, hat sie mir gesagt. Soweit ich gehört habe, sind die Kühe aber friedlich, und zu diesem sonnigen Felsen mit der Bank im Naturschutzgebiet gelangt man trotzdem.

Die Herchenhainer Höhe war bis auf wenige Spaziergänger verwaist. Dort, wo wochenlang der Skilift gesurrt hatte, taute es nun.

Das heißt, jetzt wachen auch die Mäuse wieder auf. Juchhu, auf die habe ich gerade gewartet: Haaaaps, daneben... (Ich HASSE dieses Gezerre an der Leine!!!)

Das ist die Salz. (Nein, nicht das!) Hier quetscht sie sich gekonnt durch Radmühl.

Ich musste diesmal vom Ufer aus zusehen, wie das wild gurgelnde Nass dahin rinnt. Als Jagdterrierschnauzermix fröne ich sonst dem Rafting, wo ich nur kann - natürlich grundsätzlich ohne diese Albernheiten wie Paddel und Boot!

Das schöne Wetter verzog sich gegen Abend. Morgen soll es Regen und Sturm geben... Mir egal!

Zu Hause bekam ich so viel Futter (Bild links). Ich hoffe, meine Leute sehen das aus der Ferne und bemitleiden mich.
Quelle: Rudi Hund, mit einigen Einmischungen von (bm) |