
Auf dem Bild - rechts: Kerstin Bär von der DVG (Deutsche Vulkanologische Gesellschaft, Sektion Vogelsberg) stellte einen Bezug zur Geologie her: "Hier ist vor rund 150 Jahren ein Lavastrom geflossen."
Die IGE hat es sich nach eigenen Aussagen die Aufgabe gestellt, regionale Geotope in der Kulturlandschaft des Vogelsberg sichtbar zu machen. Die Baumhecke am Ortsrand von Eichelsachsen wurde als ein solches Beispiel vorgestellt und mit den Besuchern gemeinsam in Augenschein genommen. Oberhalb von Eichelsachsen in Richtung Glashütten auf einem Hügel liegt sie auf 300 Höhenmetern und gehört zur Stadt Schotten. Rund 100 Meter ist sie lang und 20 Meter breit, offen zugänglich und jederzeit zu besichtigen.

In diesem kleinen, wieder frei gelegtem Steinbruch wurde früher vermutlich Material für die Grundmauern der Häuser im Dorf gebrochen. Typisch für einen vulkanischen Schlotrand sind die senkrecht aufgetürmten Basaltquader. Auf dem Bild reihen sich Beteiligten der IGE, der DVG, von Eichelsachsen und Schotten für ein Erinnerungsfoto auf.
Als Ziel hat die Eichelsächser Initiative sich gesetzt, in der heimischen Gemarkung mit zusätzlichen Gesteinsexponaten aus der umgebenden Vulkanregion Einheimische und Besucher an diesem Ort auf die Zeugnisse der Erdgeschichte und die besondere Natur des Vogelsbergs aufmerksam zu machen.

Kleiner Imbiss vor der Wanderung auf einem Teilstück des neuen Wanderweges - Auch der Ortsvorsteher von Eichelsachsen trug zum Gelingen bei und sorgte für das leibliche Wohl bei dieser Infoveranstaltung. Die Bitburger Gruppe stellte dazu die Getränke für die Gäste bereit.
Interesse soll auch an den Wanderwegen geweckt werden, die rund um Eichelsachsen als Entdeckerpfade und Spazierwege kombiniert werden. Sie dienen dazu, entspannt die Umgebung und die weite Aussicht erlebbar zu machen. Mit einem gemeinsamen Tourenangebot zwischen einzelnen Geotopen möchte man in Zukunft eine Verknüpfung der nächstgelegenen vulkanischen Highlights anstreben.

Schaustück: Die Baumhecke zeigt Geologisches aus der vulkanischen Vergangenheit und eine Menge Erstaunliches aus dem Vogelsberg in Kleinformat.
Zum Abschluss der Vormittagsexkursion beging man ein Teilstück von ca. einem Kilometer auf freigelegten Pfaden oberhalb des Ortes und kam an zwei weiteren Steinbrüchen im Wald vorbei. Hier zeigte sich Schottens Bürgermeisterin Susanne Schaab begeistert über die naturräumliche Einbettung vieler kleiner interessanter Aspekte und das Verständnis dafür an der Basis: "Hut ab!" Eine Vorstellung, wohin man Feriengäste für eine zwei-drei-Stunden Entdeckungstour schicken könne, erhielte man hier. Betreten ist nicht verboten, die Natur präsentiere sich an diesen Stellen von einer großzügigen Seite.

Als rundum gelungen bezeichnete nicht nur die Bürgermeisterin das neue Angebot in Eichelsachsen. Auf jeden Fall soll eine touristische Einbindung für Schotten und die Region angestrebt werden.
Es war ein schöner Vormittag, man hatte Spaß und einen Mehrwert für sich selbst. "Jeder Mosaikstein ist wieder ein fachlicher Anstoß für den nächsten Konzeptbaustein und eine Weiterentwicklung der Vulkanregion", meinte abschließend der zweite Vorsitzende der DVG, Erhard Müth.

Bild links - Unter der "Drei Kaiser Linde" im Dorf: Neben Erhard Müth zwei Ehefrauen der IGE Mitglieder
Bild rechts - Mitte: Der Ortsvorsteher von Eichelsachsen, Stefan Endisch, erläutert die zukünftige Neugestaltung der Grünfläche als Ruhefläche am Backhaus zum Thema "Basalt + Wasser".
Die Initiativgruppe will auf jeden Fall weiter dazu beitragen ein lebenswertes Dorf Eichelsachsen für die Nachkommen zu erhalten und zu fördern. "Damit der Ort nicht zu einer Schlafstätte verkommt", versprach Klaus Emrich.

Neben diesem Pfad durch den "Urwald" bietet das Gelände herrliche Aussichten nach allen Seiten.
Noch sind die Arbeiten längst nicht abgeschlossen. Rund 700 Arbeitsstunden leisteten die zehn Gruppenmitglieder IGE seit Beginn im November 2009. Rechnet man dafür einen Wert von 5 Euro und zählt die Spendenwerte* hinzu, kommt man auf einen Betrag von ca. 5.000 Euro", ließ der Sprecher der IGE, Klaus Emrich, verlauten. Da der Transport der Tonnen schweren Steine sehr teuer ist, ist natürlich weiterhin jede Unterstützung willkommen.

Men at Work: Die IGE in Abendbesetzung
*Hilfreiche Unterstützung beim Transport und bei besonders schweren Arbeiten bekam man bislang durch die Fa. Hof Engelharts, die Fa. Weckmann sowie durch die Fachsektion Vulkan Vogelsberg. Auch der Naturpark Hoher Vogelsberg beteiligte sich und stellte eine hölzerne Sitzgruppe für den Rastplatz zur Verfügung. Vom Energieversorger OVAG erhielt man 300 Euro, die VR Bank Main-Kinzig-Büdingen bewilligte ein kostenfreies Konto plus 250 Euro Zuschuss. Alexander Regenbogen aus Eichelsachsen spendet noch die nötigen Wanderwegschildchen.
UND: (bm) Brigitta Möllermann von www.vogelsberg-netz.de macht kostenlos PR :-)))
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